en

Martin Sascha Blume

Bild von Martin Sascha Blume, M. Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Martin Sascha Blume, M. Sc.

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung
Universitätsplatz 2, Vilfredo Pareto Gebäude A-328

Werdegang

08/2021 – heute PhD Student
  Lehrstuhl für empirische Wirtschaftsforschung
  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
   
10/2016 – 05/2019         Master of Science in Business Economics
  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
   
10/2011 – 07/2016 Bachelor of Science in Business Economics
  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Interessenfelder

Empirische Ökonomie mit Schwerpunkt auf experimenteller Verhaltensökonomie, Öffentliche Güter, kollektives Verhalten und gesellschaftliche Stabilisierung, Verluste, Kostenverteilung und Verhalten unter Belastung, Politikgestaltung, institutionelle Interventionen und positive Verhaltenssteuerung, Anwendung: Klimakooperation und damit verbundene politische Instrumente. 

Aktuelle Forschungsprojekte

Das Forschungsprogramm „Kooperation unter Verlustbedingungen: Dynamik von Überzeugungen und Rückmeldungen, Nudging sozialer Normen und Delegation“ untersucht anhand von Laborexperimenten, wie sich Kooperation entwickelt und zusammenbricht, wenn Gruppen mit Verlusten konfrontiert sind und eine gemeinsame Ressource erhalten müssen, anstatt eine neue zu schaffen. Es konzentriert sich auf wiederholte Public-Goods-Umgebungen, in denen Teilnehmer Überzeugungen über das Verhalten anderer bilden, Feedback erhalten und ihre Erwartungen im Laufe der Zeit aktualisieren, was zu sich selbst verstärkender Kooperation oder Abwärtsspiralen führt. Ein zentraler Beitrag ist eine Perspektive der Verhaltensdynamik, die stabile Heterogenität bei sozialen Präferenzen und Spielertypen mit der Meinungsbildung und feedbackgesteuerten Anpassungen verknüpft, wodurch das Programm in der Lage ist, Effekte der Verlustdarstellung auf der Ebene von den Veränderungen in der zugrundeliegenden Dynamik der Kooperation zu trennen. Projektübergreifend untersucht das Programm institutionelle und informative Interventionen, die darauf abzielen, die Kooperation unter Verlustbedingungen zu stabilisieren. Ein Forschungsschwerpunkt befasst sich mit normbasierten Nudges, die durch positive Normsignale umgesetzt werden, welche die Erwartungen nach oben verschieben und stark verlustaversen Personen davon abhalten können, defensiv Trittbrettfahrer zu sein. Ein weiterer Forschungsansatz untersucht, wann solche Anstöße an Wirksamkeit verlieren oder sich qualitativ verändern, sobald die Interaktion sozial strukturiert wird, beispielsweise in festen Gruppen, in denen Beziehungen und strategische Anpassung die Interpretation von Signalen neu gestalten. Ein dritter Forschungsstrang analysiert die Delegation von Beitragsentscheidungen und wie sich eine Verlagerung der Kontrolle auf Kooperationsverläufe unter Gewinn- und Verlust-Rahmenbedingungen auswirkt, einschließlich heterogener Reaktionen bei bedingten Kooperateuren und Trittbrettfahrern. Insgesamt verdeutlicht diese Forschung, warum Verluste unterschiedliche Kooperationswege hervorbringen, und sie identifiziert, wann einfache normbasierte Instrumente oder Governance-Regelungen verhindern können, dass die Zusammenarbeit in Erhaltungsdilemmata zerfällt.

 

Letzte Änderung: 29.04.2026 -
Ansprechpartner: Webmaster